von Hans-Jörg Rüstemeier
Einzelfallprüfung bei der Umweltverträglichkeitsprüfung
Mit der Novellierung des UVPG im Jahre 2001 wurde die Frage der UVP-Pflichtigkeit von Vorhaben neu geregelt. Für eine Reihe von Vorhaben geringer Größe oder Leistung wurde eine Einzelfallprüfung zur Feststellung der UVP-Pflicht eingeführt (sog. UVP-Screening).
Gemäß § 3c Abs. 2 UVPG ist vorgesehen, Grundsätze und Verfahren zum UVP-Screening in einer Verwaltungsvorschrift und Kriterien in einer Rechtsverordnung näher zu bestimmen. Aufgabe des F+E-Vorhabens ist die Erstellung entsprechender Entwürfe. Neben der Auswertung der rechtlichen, fachlichen und organisatorischen Grundlagen haben wir zunächst eine fragebogengestützte Umfrage zur derzeitigen praktischen Handhabung des UVP-Screenings bei den Vollzugsbehörden durchgeführt.
Nach Erstellung erster Entwurfsfassungen der Verwaltungsvorschrift und der Rechtsverordnung hat die ARGE Bosch-Hartlik-Peters anhand ausgewählter Beispielvorhaben einen Praxistest durchführt und die Entwürfe abschließend im Rahmen eines Expertenworkshops diskutiert.
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von Hans-Jörg Rüstemeier
Umweltverträglichkeitsstudie zur ICE-Neubaustrecke Wendlingen - Ulm
1995 wurde das Raumordnungsverfahren zur Neubaustrecke mit positivem Ergebnis abgeschlossen. Die ca. 60 km lange und in fünf Abschnitte gegliederte Strecke wird in westlicher Richtung mit dem Projekt „Stuttgart 21“ fortgesetzt. Mit dem Albaufstieg, der Albhochfläche, dem Albabstieg sowie dem Vorland der Alb bis Wendlingen durchläuft die Strecke ab Ulm beginnend mehrere sehr unterschiedlich ausgestattete Naturräume und eine Vielzahl von Gemeinden und Landkreisen sowie die Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen.
Zur Erstellung von einheitlichen Umweltverträglichkeitsstudien, Alternativenbeurteilungen und -dokumentationen sowie projektbegleitenden Stellungnahmen hat Bosch & Partner GmbH maßgeblich an einem konsistenten Methodeneinsatz in den jeweiligen Fachbeiträgen sowie im GIS-Bereich mitgewirkt. Dem/Der Vorhabenträger:in wurde empfohlen, in ausgewählten Bereichen die etablierten Methodenbausteine beizubehalten und in anderen Bereichen die im aktuellen EBA-Leitfaden empfohlenen Methoden anzuwenden. Weiterhin haben wir bei der systematischen Suche von trassennahen Lagerflächen unterstützt. Hohe Kosten und lange Transportwege können dadurch minimiert werden.
Zum Vorteil für den/die Vorhabenträger:in, die Fach- und Genehmigungsbehörden sowie die Betroffenen ergeben sich dadurch Verfahrensunterlagen, die über mehrere Verwaltungseinheiten hinweg vergleichbar sind und durch den Einsatz von neuesten Methoden eine hohe Qualität und Aktualität gewährleisten.
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von Hans-Jörg Rüstemeier
Begleitung der AG "Bergspezifische Umweltqualitätsziele"
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von Hans-Jörg Rüstemeier
Landschaftspflegerische Ausführungsplanung - ICE-Flughafenanbindung Köln/Bonn
Im Zuge des Neubaus der ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt am Main wurde der Flughafen Köln-Bonn mit einer Ausschleifung an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Bahn AG angebunden. Die überwiegend in Einschnitts- und Tunnellage geführte Flughafenanbindung durchschneidet dabei die Flächen des Gestüts Röttgen sowie die hochsensiblen Bereiche des FFH-Gebietes Wahner Heide.
Die Ausführungsplanung wurde aufgrund der Sensibilität der oben erwähnten Bereiche und der komplexen Vorgaben der Planfeststellung im Vorfeld mit allen betroffenen Grundstückeigentümern:innen, den zuständigen Naturschutzstellen, den beteiligten Baufirmen und dem/der Planungsträger:in abgestimmt. Die Bosch & Partner GmbH hat die jeweiligen Ergebnisse konsequent und zeitnah in die Ausführungsunterlagen eingearbeitet. Im Baulos 3 wurden die geplanten Maßnahmen in Arbeitsgemeinschaft mit einem Landschaftsbauunternehmen baulich umgesetzt.
Vorrangig wurden die Gestaltungsmaßnahmen im trassennahen Einschnittsbereich geplant und realisiert. Besondere Herausforderungen waren nach Abschluss der Tunnelarbeiten zu erfüllen: Gestütsflächen im Bereich Röttgen mussten auf die Anforderungen des Gestüts hin wiederhergestellt werden. Spezielle Auflagen zur Kohärenzsicherung des FFH-Gebietes erforderten die Initiierung von Sandtrockenrasenstandorten in der Wahner Heide.
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von Hans-Jörg Rüstemeier
ICE Neubaustrecke Wendlingen - Ulm
Die DB ProjektBau GmbH beauftragte die ARGE Baader-Bosch mit der Erstellung von Landschaftspflegerischen Begleitplänen für die ICE-Neubaustrecke Wendlingen - Ulm. Für den/die Träger:in des Vorhabens und die beteiligten Fach- und Genehmigungsbehörden war dabei von besonderer Bedeutung, in stark verdichteten oder intensiv genutzten Räumen den naturalen Ausgleich und Ersatz zu ermöglichen. Hierzu haben wir ein angepasstes Bilanzierungsmodell entwickelt.
Auf der Albhochfläche kam mit dem Ausbau der BAB A 8 ein weiteres Vorhaben hinzu, das gemeinsam mit der Neubaustrecke planfestgestellt werden soll. Aufgrund der Bündelung von zwei Vorhaben in einem mit 20 km sehr langen Planfeststellungsabschnitt haben wir angeregt, von der üblichen Bearbeitungskette Konfliktanalyse - Konfliktbewertung - Planung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mit abschließender Bilanzierung abzuweichen. Die Planung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wurde vorgezogen und während der noch laufenden technischen Planung durchgeführt. Parallel dazu wurde die Abstimmung der Maßnahmenplanung mit den betroffenen Fachbehörden und mit den Behörden, die ein besonderes Know-how bezüglich der Verfügbarkeit der Flächen besitzen, initiiert und inhaltlich begleitet. Mit dieser Vorgehensweise konnte die übliche Bearbeitungszeit der Landschaftspflegerischen Begleitplanung ohne Qualitätsverluste deutlich verringert werden.
von Hans-Jörg Rüstemeier
Verfahrens- und Qualitätsmanagement: Stuttgart 21
Mit dem Projekt Stuttgart 21 wird die Landeshauptstadt Stuttgart an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Bahn AG angeschlossen. Die im Stadtgebiet Stuttgarts überwiegend in Tunnellage geführte Trasse wird durch eine/n Generalunternehmer:in geplant, wodurch auch die umweltfachlichen Planungen Teil eines angebotenen Gesamtpaketes sind.
Für die DBProjektBau Südwest führen wir die Prüfung und Validierung der vorgelegten Umweltverträglichkeits- und FFH-studien sowie der Landschaftspflegerischen Begleitpläne durch. Hierbei gilt es insbesondere weitere Planungen und Betroffenheiten im hochverdichteten Filderraum zu berücksichtigen und mit der aktuellen Projektplanung abzugleichen. Die Ergebnisse der Prüfungen werden in einer Prüfklausur unter Teilnahme der DBProjektBau Südwest, der Projektsteuerung, des/der Umweltfachplaners:in sowie weiterer relevante/r Fachplaner:innen optimiert und verfahrenssicher validiert.
Im Vorfeld der Einreichung der Verfahrensunterlagen begleiten wir unseren Auftraggeber bei Ortsterminen und Terminen mit Genehmigungsbehörden. Als Fachplaner:in stehen wir in Erörterungsterminen zur Verfügung.
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von Hans-Jörg Rüstemeier
Raumbezogenes Umweltkataster (RUK) für die Stadt Münster
Das raumbezogene Umweltkataster (RUK) macht den umfangreichen Umweltdatenbestand der Stadt Münster zugänglich. Genutzt werden kann das RUK sowohl durch die Bürger:innen, die sich über die Umweltqualität in Münster informieren wollen (Internet), als auch durch die Mitarbeitende der Stadt Münster für ihre tägliche Arbeit (Intranet). Anwenderfreundlichkeit und Transparenz der Datenhaltung standen daher für bosch & partner im Vordergrund. Gleichzeitig war eine enge Verknüpfung von umweltfachlichen Kenntnissen und IT-Kompetenz die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung.
Der inhaltliche Schwerpunkt des Projektes lag zunächst in der Analyse und Bewertung der Umweltpotenziale. Wir haben zu den Schutzgütern Luft, Klima, Oberflächengewässer, Grundwasser, Boden sowie Natur / Landschaft jeweils Bestands- und Bewertungskarten mit zugehörigen Fachinformationen erstellt. In einem weiteren Schritt mussten diese Inhalte in ein internetgestütztes Informationssystem überführt werden.
Für eine vielseitige und umfassende Nutzung beinhaltet das RUK verschiedene Werkzeuge zur Attributabfrage und Selektion, Zoomfunktionen, Hotlinks sowie Längen- und Flächenmessungen. Anspruchsvolle Nutzer:innen finden darüber hinaus Möglichkeiten zur interaktiven Verschneidung und Verknüpfung einzelner Informationsschichten. Ein Glossar erläutert die Grundbegriffe. Informationen zu Bewertungsmethoden können ebenfalls abgefragt werden.
Zur kartografischen Darstellung wird der Internet Map Server ArcIMS der Firma ESRI eingesetzt.
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von Hans-Jörg Rüstemeier
LBP zum Ausbau des Flughafens Frankfurt Main
Vom Ausbau des Flughafens Frankfurt Main - neue Landebahn, neuer Terminal sowie weitere Flughafeneinrichtungen - sind in erster Linie große zusammenhängende Waldbestände betroffen. Diese Waldbestände besitzen aufgrund ihres Alters und der damit verbundenen floristischen und faunistischen Artenausstattung in großen Teilen eine hohe naturschutzfachliche Wertigkeit.
Das landschaftspflegerische Kompensationskonzept der ARGE Baader-Bosch zur Bewältigung naturschutz- und forstrechtlicher Anforderungen berücksichtigt die Besonderheiten des Lebensraumes ebenso wie die speziellen Rahmenbedingungen eines Ballungsraumes:
- Vorrangig wird die Herstellung von Ersatzlebensräumen im engen räumlichen und funktionalen Zusammenhang vorgesehen. Hierzu werden umfangreiche Aufwertungen in forstlich geprägten Waldflächen entwickelt.
- Für den Verlust von Wald sind forstrechtlich Ersatzaufforstungen zu tätigen. Aufgrund der Flächenknappheit im Ballungsraum Rhein-Main wurden geeignete Flächen in einem gestuften Suchprozess in regionalem Maßstab ermittelt und landschaftsgerecht mit Offenlandbiotopen zu Maßnahmenkomplexen zusammengefasst.
- Durch spezielle Maßnahmen für die Erholungsqualität wird das Angebot an Erholungsflächen im Ballungsraum aufgewertet und erweitert.
von Hans-Jörg Rüstemeier
Umweltverträglichkeitsstudie - Ausbau Flughafen Frankfurt Main
Die Fraport AG plant den umfassenden Ausbau des Flughafens Frankfurt Main durch eine neue Landebahn, einen zusätzlichen Terminal sowie die dazu gehörenden weiteren Flughafeneinrichtungen. Die ARGE Baader-Bosch hat eine erste Umweltverträglichkeitsstudie für das Raumordnungsverfahren erstellt. Dabei stand der Vergleich von drei möglichen Ausbauvarianten – Bau einer neuen Landebahn nordwestlich oder nordöstlich des bestehenden Flughafens oder Bau einer neuen Start- und Landebahn südlich des bestehenden Flughafens – im Vordergrund. Eine weitere vollständige Umweltverträglichkeitsstudie wird von der ARGE Baader-Bosch unter Berücksichtigung der konkretisierten technischen Planung für das Planfeststellungsverfahren erstellt. Aufgrund der Komplexität des Flughafenausbauvorhabens bestand die besondere Anforderung darin, die Ergebnisse einer Vielzahl von Fachgutachten zu speziellen Umweltthemen zusammenzuführen. Gleichzeitig wurde auf Planfeststellungsebene eine weitgehende Verschränkung von Umweltverträglichkeitsstudie und Landschaftspflegerischem Begleitplan vorgenommen, um unnötige Redundanzen in der Bestands- und Konfliktanalyse zu vermeiden.
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von Hans-Jörg Rüstemeier
Verfahrensbegleitung zum Ausbau des Flughafens Frankfurt Main
Die Fraport AG plant den umfassenden Ausbau des Flughafens Frankfurt Main durch eine neue Landebahn, einen zusätzlichen Terminal sowie die dazu gehörenden weiteren Flughafeneinrichtungen.
Die ARGE Baader-Bosch hat diesen Planungsprozess sowohl auf der Ebene des Raumordnungsverfahrens als auch auf der Ebene des Planfeststellungsverfahrens umweltfachlich beratend begleitet.
Die Komplexität des Flughafenausbauvorhabens erforderte eine umfassende Koordinierung und Bündelung einer Vielzahl von Fachgutachten zu speziellen Umweltthemen. Aufgrund des besonderen Konfliktpotenzials wurde die Fraport AG von Seiten aller Verfahrensbeteiligten mit sehr weitgehenden Anforderungen an die Verfahrensunterlagen konfrontiert, so dass ein erhöhter Beratungsbedarf durch erfahrene Gutachter bestand.
Die ARGE Baader-Bosch hat die verschiedenen Scoping- und Anhörungstermine bisher intensiv begleitet und eine große Zahl an Einwendungen im Rahmen des Raumordnungsverfahrens bearbeitet. Auch die darüber hinaus geleistete Beratungstätigkeit gegenüber dem/der Vorhabenträger:in hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Verfahren bisher in angemessenen Zeiträumen durchgeführt wurden.
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von Hans-Jörg Rüstemeier
Monitoring zum Ausbau Flughafen Frankfurt / Main
Die Fraport AG plant den umfassenden Ausbau des Flughafens Frankfurt Main durch eine neue Landebahn, einen zusätzlichen Terminal sowie die dazu gehörenden weiteren Flughafeneinrichtungen.
Die ARGE Baader-Bosch hat diesen Planungsprozess sowohl auf der Ebene des Raumordnungsverfahrens als auch auf der Ebene des Planfeststellungsverfahrens umweltfachlich beratend begleitet.
Die Komplexität des Flughafenausbauvorhabens erforderte eine umfassende Koordinierung und Bündelung einer Vielzahl von Fachgutachten zu speziellen Umweltthemen.
Aufgrund des besonderen Konfliktpotenzials wurde die Fraport AG von Seiten aller Verfahrensbeteiligten mit sehr weitgehenden Anforderungen an die Verfahrensunterlagen konfrontiert, so dass ein erhöhter Beratungsbedarf durch erfahrene Gutachter:innen bestand.
Die ARGE Baader-Bosch hat die verschiedenen Scoping- und Anhörungstermine bisher intensiv begleitet und eine große Zahl an Einwendungen im Rahmen des Raumordnungsverfahrens bearbeitet. Auch die darüber hinaus geleistete Beratungstätigkeit gegenüber dem/der Vorhabenträger:in hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Verfahren bisher in angemessenen Zeiträumen durchgeführt wurden.
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von Hans-Jörg Rüstemeier
Renaturierung meliorierten Hoch- und Übergangsmooren in Mooseurach
Erprobung verschiedener Maßnahmen zur Renaturierung von land- und forstwirtschaftlich genutzten ehemaligen Hoch- und Übergangsmoorflächen im Voralpenland und langjährige Effizienzkontrolle der Maßnahmen; Entwicklung von Perspektiven für die Planung und Durchführung weiterer Renaturierungsmaßnahmen im Bereich der Königsdorfer und Loisach-Kochelseemoore.
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