von Hans-Jörg Rüstemeier
Empfehlungen aus der Praxis zur Flächenbevorratung und vorgezogenen Maßnahmenumsetzung in Ökokonten
In einer Arbeitsgruppe von Expert*innen aus der Kompensationspraxis wurden aus aktuellem Anlass Empfehlungen und Lösungsvorschläge zur Flächenbevorratung und vorgezogenen Maßnahmenumsetzung in Ökokonten erarbeitet. Die Empfehlungen setzen auf den BfN-Schriften 700 - Potenziale von Flächen- und Maßnahmenpools sowie des ökologischen Trassenmanagements beim Stromnetzausbau (Müller-Pfannenstiel, Pieck, Strodick, Lau, 2024) auf. Sie beziehen sich auf die rechtlichen Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) zur Eingriffsregelung und der Bundeskompensationsverordnung (BKompV) sowie weiteren korrespondierenden Gesetzen und Verordnungen - Stand Dezember 2025.
In der Arbeitsgruppe haben Vertreter*innen der Flächenagenturen/Ökokontobetreibern, Landschaftsplanungsbüros, Vertreter*Innen bundesweit agierender Vorhabenträger (aus den Sektoren: Straße, Schiene, Wasserstraße, Leitungen), Verwaltungsjuristen sowie Vertreter*innen des Bundesamtes für Naturschutz (Leipzig) in einer kollegialen und lösungsorientierten Form zusammengearbeitet.
Ein wesentliches Ziel der Arbeitsgruppe war es, Ansätze zur Modernisierung der sich aus der Eingriffsregelung ergebenden Kompensationsverpflichtungen zu entwickeln und Lösungen für eine Beschleunigung von Zulassungsverfahren aufzuzeigen. Im Fokus standen dabei insbesondere die Arbeit der bereits etablierten und regional gut vernetzten Flächenagenturen und Ökokontenbetreiber sowie eine frühzeitige und vorausschauende Maßnahmenbevorratung in Abstimmung mit den Vorhabenträgern und den für die Landschaftspflegerischen Begleitplanung zuständigen Landschaftsplanungsbüros sowie den Naturschutzbehörden.
>>Positionspapier: Flächenbevorratung und vorgezogene Maßnahmen in Ökokonten
von Hans-Jörg Rüstemeier
BfN Vernetzungskolloquium Naturschutz und erneuerbare Energien
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von Hans-Jörg Rüstemeier
Vortrag: Evaluation der praktischen Anwendung und Wirksamkeit der Haftung nach dem Umweltschadensgesetz – ein Werkstattbericht
Am 29. Oktober 2025 hielt unsere Kollegin Elisabeth Platzer gemeinsam mit George-Alexander Koukakis (GÖTZE Rechtsanwälte, Leipzig) einen Vortrag über die Evaluation der praktischen Anwendung und Wirksamkeit der Haftung nach dem Umweltschadensgesetz im Rahmen der Leipziger Gespräche zum Umwelt- und Planungsrecht. Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe sowie den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier (Website Universität Leipzig).
von Hans-Jörg Rüstemeier
BfN-Schriften 728 - Leitfaden zum Vollzug der Bundeskompensationsverordnung bei Energieleitungsprojekten – Freileitungen und Erdkabel
Der in Kooperation mit der Universität Kassel erarbeitete „Leitfaden zum Vollzug der Bundeskompensationsverordnung bei Energieleitungsprojekten – Freileitungen und Erdkabel“ ist der erste veröffentlichte sektorspezifische Leitfaden zur BKompV. Als breit konsultierte und abgestimmte Auslegungs- und Anwendungshilfe für die Planungspraxis von Freileitungen und Erdkabeln soll er Vorhabenträger, Behörden der Länder und Planungsbüros unterstützen. Der Leitfaden ersetzt für diesen Anwendungsbereich die Handreichung zur BKompV.
von Hans-Jörg Rüstemeier
Dr. Dieter Günnewig zum 01. April 2025 aus der Geschäftsführung verabschiedet
Mit Beginn seines 68. Lebensjahres ist Dr. Dieter Günnewig zum 01. April 2025 als Geschäftsführer bei der Bosch & Partner GmbH zurückgetreten. 21 Jahre lang war er einer unserer Geschäftsführenden. Er hat mit nicht nachlassendem großem Einsatz den Unternehmensstandort in Hannover aufgebaut und kontinuierlich fortentwickelt. Damit ist jetzt Feierabend. Wir freuen uns jedoch, dass Dieter vorerst „nur“ in den Teilzeit-Ruhestand wechselt und dem Unternehmen noch 2 Jahre mit seiner großen Erfahrung als Ex-Geschäftsführer und Experte erhalten bleibt.
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von Hans-Jörg Rüstemeier
Neue Studie zur umwelt- und naturschutzorientierten Transformation der Bundesverkehrswegeplanung veröffentlicht
Zur Bundesverkehrswegeplanung und der Berücksichtigung der Umweltbelange in diesem Kontext hatte Bosch & Partner die Strategische Umweltprüfung zum 2016 verabschiedeten geltenden Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 bearbeitet. Bald 10 Jahre nach der inhaltlichen Bearbeitung haben sich wesentliche Rahmenbedingungen des Verfahrens und der Methoden geändert, z. B. gibt es das Bundes-Klimaschutzgesetz, der Hochlauf elektrischer Fahrzeuge hat sich entwickelt, veränderte Verkehrsentwicklungen und erhebliche Baukostensteigerungen. Eine Expertengruppe unter der Leitung der TU Dresden mit dem Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) und weiteren Partnern wie Bosch & Partner hat im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) das Projekt „Umwelt- und naturschutzorientierte Transformation der Bundesverkehrswegeplanung“ (UnoTrans) bearbeitet und die Ergebnisse nun veröffentlicht. Man darf gespannt sein, ob die Expertenvorschläge auch bei der Priorisierung des von der designierten Bundesregierung angekündigten Investitionsvolumens für die nationale Infrastruktur ihren Niederschlag finden werden.
Mehr Informationen: TU Dresden - Veröffentlichung
von Hans-Jörg Rüstemeier
Zukünftige Solar-Anlagen: Technologien, Auswirkungen, räumliche Steuerungsmöglichkeiten
Das Forschungsvorhaben „Zukünftige Solar-Anlagen: Technologien, Auswirkungen, räumliche Steuerungsmöglichkeiten“ (FKZ: 3521860200) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz wurde 2023 abgeschlossen und der dazugehörige Projektbericht am 18.11.2024 in der BfN-Schriften-Reihe als BfN-Schriften 712 veröffentlicht. Das Vorhaben hat einerseits untersucht, welche Anlagentypen auf welchen Standorten ein ökologisches Aufwertungspotenzial aufweisen und welche Kombinationen aus Sicht des Naturschutzes zu bevorzugen sind, andererseits wurden Potenziale für schwimmende PV-Anlagen ermittelt, der Umgang von Anlagenbetreibenden mit PV-FFA nach Ender der Förderperiode thematisiert und rechtliche Empfehlungen zur Integration naturschutzfachlicher Kriterien in Rahmen einer Privilegierung erarbeitet. Das Projekt wurde von bosch&partner gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Stiftung Umweltenergierecht bearbeitet.
von Hans-Jörg Rüstemeier
Photovoltaik-Freiflächenanlagen: Sachstand und Möglichkeiten der Aufwertung von Natur und Landschaft
Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Zukünftige Solar-Anlagen: Technologien, Auswirkungen, räumliche Steuerungsmöglichkeiten“ (FKZ: 3521860200) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz wurde der Artikel „Photovoltaik-Freiflächenanlagen: Sachstand und Möglichkeiten der Aufwertung von Natur und Landschaft“ in der Natur und Landschaft (Ausgabe 12/2024) veröffentlicht (DOI: 10.19217/NuL2024-12-01). Darin wird beschrieben, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, PV-FFA zu gestalten – insb. In Bezug auf die Art und Dichte der Modulreihen, und Kompensationsmaßnahmen in die Anlage zu integrieren. Auf Grundlage dieser Annahme wurde ein Matrix entwickelt, die das Aufwertungspotenzial verschiedener Anlagentypen auf unterschiedlichen Standorttypen einschätzt und bewertet.
von Hans-Jörg Rüstemeier
Umweltbericht Landkreis Aschaffenburg 2018 bis 20222 erschienen
Am 19.12.2024 wurde der Umweltbericht Landkreis Aschaffenburg in der neuen Ausgabe 2018–2022 veröffentlicht. Im neu gestalteten Design präsentiert er auf insgesamt 102 Seiten Informationen zu Umweltthemen wie Boden, Wasser, Luft und Strahlung, Natur und Landschaft, aber auch zu Bevölkerung und Wirtschaft, Energie, Abfall sowie Verkehr und Lärm. Den Themen „Klimaentwicklung“ sowie „Information, Beratung und Bildung“ widmet sich der Bericht aufgrund ihrer wachsenden Bedeutung in zwei neu hinzugekommenen eigenen Kapiteln. Ein wichtiges Werkzeug des Berichts sind Indikatoren, die den Zustand und die Entwicklung der Umwelt ebenso wie Maßnahmen zum Schutz der Umwelt in Diagrammen und Karten nachzeichnen und veranschaulichen.
Die Bosch & Partner GmbH hat den Landkreis bereits zum dritten Mal bei der Erstellung des Umweltberichts unterstützt. In enger Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen des Landratsamts sowie mit Unterstützung des Wasserwirtschaftsamts Aschaffenburg und des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Karlstadt wurden die Daten für den Bericht zusammengetragen, die Berichtsinhalte erstellt und redaktionell bearbeitet sowie das Layout des Berichts an das neue Corporate Design des Landkreises angepasst und umgesetzt.
Pressemitteilung des Landkreises Aschaffenburg
Download des Berichts (pdf)
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von Hans-Jörg Rüstemeier
F+E-Vorhaben Flächenpools und Stromnetzausbau
In Kooperation mit den Rechtsanwälten Füßer und Kollegen bearbeitete die Bosch & Partner GmbH im Auftrag des BfN das F+E-Vorhaben "Potenziale von Flächen- und Maßnahmenpools sowie des ökologischen Trassenmanagements beim Stromnetzausbau". Ziel des F+E ist es, die Chancen von Flächen- und Maßnahmenpools bzw. von Ökokonten im Hinblick auf den Netzausbau systematisch zu untersuchen und darzustellen, v.a. auch hinsichtlich der Bundeskompensationsverordnung (BKompV). Ein Fokus liegt auf dem modularen Ansatz im Sinne multiinstrumenteller Kompensation, um der eingeschränkten Flächenverfügbarkeit auch im Hinblick auf Artenschutz, Kohärenzausgleich, gesetzlichen Biotopschutz und forstrechtlichen Ausgleich gerecht zu werden. Hier wird die Frage behandelt, welche Anforderungen Pools erfüllen sollten, um ihr Angebot auf diese vergleichsweise neuen Einsatzmöglichkeiten auszurichten.
Ein weiterer Schwerpunkt des F+E liegt auf dem Vorhabentyp Netzausbau. Hier wird Möglichkeiten beleuchtet, wie als Beitrag zur Minderung der Flächenkonkurrenz, die Kompensation zumindest in Teilen auf der Trasse realisiert werden kann. I. d. S. wurde ein Ansatz entwickelt, der eine verstärkte Berücksichtigung der naturverträglichen Trassenpflege bei der „Anrechnung“ und Umsetzung von Maßnahmen der Eingriffsregelung ermöglicht. Hierbei wird zwischen Ökologischem Trassenmanagement (ÖTM) zur Vermeidung von Eingriffen durch erforderliche Trassenunterhaltung ggf. in Verbindung mit schonender Baufeldfreimachung ohne Kahlschläge und ÖTM-plus zur Durchführung von Kompensationsmaßnahmen im Trassenbereich unterschieden. Der entwickelte Ansatz standardisiert zudem die Bilanzierung von ÖTM und ÖTM-plus bei Anwendung der BKompV (Berücksichtigung des Zustands nach Eingriff).
Angesichts der Beschleunigungsdebatte u.a. durch die EU-Notfallverordnung, das im Frühjahr 2023 von der Bundesregierung vorgestellte Modernisierungspaket für Klimaschutz und Planungsbeschleunigung sowie durch das sich in Vorbereitung befindliche Naturflächengesetz ergeben
sich verschiedene Ansatzpunkte für eine effektivere und beschleunigte Umsetzung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. In diesem Zusammenhang werden vor allem die Vorteile einer Einbindung professionell und überregional arbeitender, bundesweit etablierter Flächenagenturen bzw. Flächen- und Maßnahmenpools aufgezeigt. Denn der Rückgriff auf bevorratete Maßnahmen und die Professionalisierung der Flächenakquise bieten ein großes Potenzial zur Stärkung einer „erfolgreichen“ Realkompensation bzw. zur weiteren Flexibilisierung der Eingriffsregelung bei der Suche und Auswahl geeigneter Maßnahmenflächen.
Im Ergebnis formuliert das Forschungsvorhaben handlungsorientierte und praxisnahe Empfehlungen, für eine Ausgestaltung von Flächen- und Maßnahmenpools vor dem Hintergrund der fachlichen und rechtlichen Ansprüche an Kompensationsmaßnahmen. Weiterhin werden Empfehlungen für die Kompensation im Zuge des Netzausbaus gegeben. Grundsätzlich gilt für viele Empfehlungen jedoch eine Übertragbarkeit auch auf Vorhaben weiterer Infrastruktursektoren.
Zur Veröffentlichung im BfN-e-dition - Repositorium des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)
BfN Schriften 700 - Flächenpools und Stromnetzausbau (direkter Download)
von Hans-Jörg Rüstemeier
Klaus Müller-Pfannenstiel aus der Geschäftsführung verabschiedet
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von Hans-Jörg Rüstemeier
Landesplanerische Beurteilung liegt vor - Raumordnungsverfahren im Bahnprojekt Ulm-Augsburg
Bahnprojekt Ulm-Augsburg Raumordnungsverfahren:
Landesplanerische Beurteilung der höheren Landesplanungsbehörde liegt vor.
bosch&partner hat in Zusammenarbeit mit dem Büro Jestaedt + Partner und der Prof. Schaller UmweltConsult in den letzten zweieinhalb Jahren die Unterlagen zum Raumordnungsverfahren für das Bahnprojekt Ulm-Augsburg erstellt. Insgesamt wurden sieben Trassenvarianten betrachtet. Von diesen sieben Varianten sind nun fünf Varianten von der Landesplanungsbehörde als raumverträglich bewertet worden.Die Unterlagen zum Raumordnungsverfahren und die landesplanerische Beurteilung können hier eingesehen werden: Raumordnungsverfahren Bahnprojekt ABS/NBS Ulm-Augsburg (Regierung von Schwaben)